Schließung der Erstaufnahmeeinrichtung Hermsdorf

In Beratung
977 Mitzeichnungen
  • Migration
  • Ostthüringen, Gesamtthüringen
  • eingereicht von Maydé Wallborn
    aus 07743 Jena
  • veröffentlicht am 04.03.2024

Welches Ziel hat die Petition?

Wir wenden uns an Sie im Namen aller Unterstützer:innen der Menschen, die zurzeit in der Erstaufnahme Hermsdorf leben, mit der dringenden Bitte unsere Forderungen an das Land Thüringen zur Umsetzung einer menschenwürdigen Unterbringung zu unterstützen. Dafür benötigen wir Ihre Stimme!

Anschließend an die Forderungen, die die Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung selbst stellen, fordert die Petition ganz klar eine Schließung des Lagers und eine zügige Umverteilung der Menschen in eine menschenwürdige Wohnsituation.

In der Zwischenzeit müssen die Mindestanforderungen an eine Erstaufnahmeeinrichtung gewährleistet werden, so wie es vergleichsweise in Suhl der Fall ist.

Wir fordern deshalb die Anstellung von mindestens zwei Lagerärzt:innen, sowie die Schaffung psychologischer Betreuungsangebote. Außerdem setzen wir uns für regelmäßige rechtliche Beratung zu Themen des Asylverfahrens und der Integration in den Arbeitsmarkt ein, denn diese ist eine der größten Wünsche der meisten Bewohner! Zur Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe der Bewohner fordern wir die Schaffung eines Deutsch-Lernangebotes!

Wir fordern eine Anhebung der Hygienestandards, insbesondere eine häufigere Reinigung der Räumlichkeiten, um das Verbreiten von Infektionskrankheiten konsequent zu unterbinden.

Außerdem fordern wir eine bessere Essensversorgung, die den Hygienestandards entspricht. Schimmliges Essen und solches mit Schädlingen muss der Vergangenheit angehören!

Wie wird die Petition begründet?

In Hermsdorf sind 520 Menschen in der so genannten Aufnahmeeinrichtung des Landes Thüringen untergebracht. Das Gebäude ist nicht für Wohnzwecke ausgelegt oder ausgestattet. Außerdem hat der lange Aufenthalt - der sich inzwischen auf mehr als fünf Monate ausgedehnt hat - zu verschiedenen psychischen Störungen bei den Bewohnern geführt. Es gibt keinerlei psychologische Betreuung oder Beratung. Wesentliche Standards eines Aufnahmezentrums wie ein Arzt, Beratung zum Asylverfahren, Privatsphäre und Sprachkurse sind in Hermsdorf nicht gegeben.

Die Situation ist unerträglich. Die Menschen sind verzweifelt und können nichts tun. Die Situation ist eines Menschen nicht würdig! Die Lagerbewohner haben bereits mehrere selbstorganisierte Demonstrationen und Hungerstreiks durchgeführt, um ihre Situation zu ändern, sogar einen Offenen Brief an den Thüringer Innenminister Georg Maier haben sie geschrieben. Doch es gab keine Reaktion! Nun wurde bekannt gegeben, dass das Lager für weitere 2 Jahre geöffnet bleiben soll, entgegen früherer Aussagen, dass es so schnell wie möglich geschlossen wird.

Die Unterzeichner*innen dieser Petition fordern die Landesregierung auf, endlich zu handeln, d. h. die Bewohner endlich menschenwürdig unterzubringen und die Halle in Hermsdorf als Aufnahmeeinrichtung für immer zu schließen!

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