Indirekte Testpflicht in Kitas und Quarantäne gesunder Kinder

eingereicht von: Lothar May , 99096 Erfurt

Veröffentlicht am: 03.05.2021

Welches Ziel hat die Petition?

Die Vermeidung zu häufiger, den gesunden Kindern schadende Quarantäne als Kontaktperson

Welche Entscheidung wird beanstandet?

A) Entweder gegen die nun geplante und faktische vermehrte Testungen in Kitas
B) Alternativ Anpassung und Entschärfung der Kontaktpersonenregel, die zur Quarantäne gesunder Kinder führt
C) Alternativ Umwandlung Quarantäne von Kontaktpersonen bei Kindern in einfaches Kita-Verbot und Kontaktbeschränkung bei Ermöglichung des Freigangs an Sonnenlicht und Frischluft auch für Kinder, die nicht über eigene Grundstücke verfügen, hierzu entweder Ausarbeitung akzeptabler Lösungsmöglichkeiten oder Akzeptanz der von Eltern vorgelegten Lösungsmöglichkeiten.

Welche Behörde hat diese Entscheidung getroffen?

Land Thüringen und die Gesundheitsämter

Wie wird die Petition begründet?

Kinder brauchen Bewegung, Sonnenlicht und frische Luft für Psyche und auch körperliche Gesundheit. Eine 14 tägige Quarantäne ist eine schwere Maßnahme, die insbesondere bei Kleinkindern/ Kita-Kindern nur im absoluten Ausnahmefall vorkommen sollte, z.B. bei eigener Erkrankung. In meinem persönlichen Falle wurde meine gesunde Tochter innerhalb eines Zeitraums von 5 Wochen zweimal als Kontaktperson in Quarantäne geschickt, ohne Möglichkeit des Freigangs. Dies zu einer Zeit, in der noch nicht vermehrt getestet wurde.

Ich hoffe, allen Beteiligten ist bewusst, dass eine vermehrte Testung der Kita-Kinder bis zu zweimal die Woche, dazu führen wird, dass gesunde Kinder in noch höherem Maße vermehrt in Quarantäne geschickt werden. Ändern werden vermehrte Tests nicht viel, außer die bisherige Dunkelziffer aufzudecken, und eben unsere Kinder zu immer häufigeren Quarantänemaßnahmen zu verdammen. Das ist absolut nicht im Sinne des Kindeswohls. Ich fordere daher dazu auf, vernünftige Anpassungen vorzunehmen und Konzepte zu entwickeln, diese Last von den Kindern zu nehmen. Sie schaden unseren Kindern mit der Quarantäne, wenn sie gesund sind. Sie können dazu an verschiedenen Stellen ansetzen: A) bei der (indirekten) Testpflicht, die zurückzunehmen wäre, B) bei der Quarantänebestimmung für Kinder als Kontaktperson oder C) bei der Quarantäne selbst als angeblich "wirksamste Maßnahme" die in eine Kontaktbeschränkung mit Freigang umzuwandeln wäre.
Namhafte Aerosolforscher haben unlängst klargemacht, dass an frischer Luft ein äußerst geringes Ansteckungsrisiko gegeben ist. Daher muss dies und das Kindeswohl gesunder Kinder besser berücksichtigt werden.

Welche Rechtsbehelfe wurden in dieser Sache bereits eingereicht?

Ich hatte bei der ersten Quarantäne einen Widerspruch an das Gesundheitsamt eingelegt sowie einen vorläufigen Rechtsschutz beim Verwaltungsgericht beantragt. Beides habe ich einstellen lassen, da die Quarantäne dann fast abgelaufen war und der Richter mir telefonisch keine Erfolgschancen mitgeteilt hatte. Bei der zweiten Quarantäne habe ich es nicht mehr versucht, da alle Grundlagen gleich geblieben sind.

Diese Petition wurde mitgezeichnet von:

  • Sandra Barber Schmied
    07629 Hermsdorf
  • Birgit Büchner
    07629 Reichenbach
  • Hans-Georg Büchner
    07629 Reichenbach
  • Holger Danz
    07749 Jena
  • Barbara & Christian Gemein
    99976 Anrode
  • Edelgard Gimper
    07629 St. Gangloff
  • Peter Gimper
    07629 St. Gangloff
  • Katja Goldhan
    07955 Auma-Weidatal
Alle Mitzeichner