Der Freistaat Thüringen muss seinen Bildungsauftrag gegenüber allen Schülern gleichberechtigt und unabhängig von Art und Ort der Schule erfüllen. Die Schüler werden durch massiven Unterrichtsausfall nicht nur um ihren Bildungsanspruch gebracht, sondern um ihre Zukunftschancen. Viele Schüler und Absolventen der Regelschulen sind weder auf Prüfungen noch auf einen Einstieg in eine Berufsausbildung oder einen weiteren Bildungsweg ausreichend vorbereitet. Die Wirtschaft erwartet zu Recht, dass diese Schulabgänger ein solides Leistungsniveau mitbringen.
Mithilfe des Petitionsausschusses soll die Aufmerksamkeit des Parlaments auf das Personalmanagement der Staatlichen Schulämter Thüringens gelenkt werden. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass seitens der obersten Schulbehörde mit Nachdruck auf eine signifikanten Verbesserung hingewirkt wird.
Konkretes Ziel: Absicherung des Unterrichtsbedarfs an allen Schulen gleich, paretoptimal und unabhängig von der Schulart und dem Schulort.
Ein Beispiel: An der 5. Staatlichen Regelschule Geschwister-Scholl in Eisenach ist mindestens seit dem Jahr 2022 der Unterrichtsausfall wegen fehlender Lehrer so gravierend, dass einzelne Schulfächer teilweise gar nicht mehr unterrichtet werden können. 25 Prozent des Unterrichts findet nicht statt, ohne z. B. krankheitsbedingte Ausfälle. Ursächlich dafür ist das Personalmanagement des Staatlichen Schulamtes Westthüringen, denn u. a. kennen die Gymnasien der Stadt dieses Problem nicht.