Das aktuelle Deutschlandticket umfasst nur den ÖPNV (ohne ICE) und schließt viele andere Mobilitätsangebote aus. Für manche reicht dies, für viele jedoch nicht. Anbieter, wie E-Roller, Leihfahrräder, Taxis, Seilbahnen, Schiffe oder Bürgerbusse bleiben außen vor. Zudem behalten ÖPNV-Unternehmen ihre eigenen Ticketsysteme parallel zum D-Ticket. 2024 fanden sich allein bei 53 VDV-Unternehmen über 10.300 verschiedene Ticketangebote. Diese Vielfalt sorgt für hohen Verwaltungsaufwand, Unsicherheit und Unübersichtlichkeit. Auch Fragen wie die Zugbindung bei Verspätungen bleiben und Kund*innen oft unklar. Es gibt aber bereits erfolgreiche Modelle: In Berlin integriert Jelbi private Anbieter in ein gemeinsames Angebot. Fairtiq ermöglicht eine einfache Abrechnung nach Entfernung. Diese Beispiele zeigen, dass ein einheitliches, komfortables und soziales Ticketsystem realisierbar ist.
Das Ziel: Mobilität soll so einfach werden wie Autofahren mit Navi - einsteigen und losfahren, um eine echte Verkehrswende zu erreichen.
Beim Einstieg wird der Kunden-QR-Code automatisch erkannt und die gefahrene Strecke ermittelt. Die Daten werden an eine zentrale Stelle übermittelt, die die Abrechnung übernimmt: Der Kunde (oder ein Pate, z. B. Eltern, Arbeitgeber oder Ämter) zahlt nur die tatsächlich genutzten Leistungen. Der Anbieter erhält sein Geld direkt und zuverlässig. Bei den Aufzeichnungen der Daten geht es um eine faire Abrechnung der genutzten und erbrachten Leistungen sowie der Ist-Auslastung der Fahrzeuge auch für die Behindertenplätze gemäß dem Datenschutz.
Fazit: Ein einheitliches, barrierefreies Ticketsystem integriert alle Mobilitätsanbieter im öffentlichen Raum. Es schafft Klarheit, Fairness und soziales Teilhabe und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende und zum Bürokratieabbau selbst mit einer neuen Zentrale.