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NEIN zu Windkraftanlagen im Vorranggebiet W-27 (Möbisburg bis Kirchheim) UND WG-10 (Erfurter Kreuz)

Mitzeichnen noch 21 Tage
96 Mitzeichnungen
  • Umwelt & Naturschutz, Familien, Kommunales, Landwirtschaft & Forsten
  • Mittelthüringen
  • eingereicht von Michael Rohde
    aus 99334 Amt Wachsenburg
  • veröffentlicht am 30.06.2026
  • noch 21 Tage mitzeichenbar
  • 12.07.2026
    Lärmbelästigungen durch XXL Windrad

    „Die Behörden im sächsischen Oberwiera haben entschieden, eine rund 10 Millionen Euro teure Windkraftanlage nach nur zweieinhalb Betriebsjahren abzubauen, weil sie übermäßigen Lärm erzeugt"

    Soweit dürfen wir es gar nicht erst kommen lassen. Es dürfen keine, egal wie hoch, Windkraftanlagen in der Nähe von Ortschaften errichtet/aufgestellt werden. Helft bitte mit eurer Unterschrift mit!!

  • 08.07.2026
    Infraschall

    Infraschall

    Es geht durch die Medien, dass neue, besorgniserregende Erkenntnisse zum Thema Infraschall, insbesondere bei großen Windräder, bekannt wurden. Was ist hier los?

  • 01.07.2026
    Stellungnahme der Volkssternwarte Kirchheim e.V.

    Regionale Planungsgemeinschaft Mittelthüringen

    Stellungnahme der Volkssternwarte Kirchheim e.V. zum Entwurf des 2. Sachlichen Teilplanes Windenergie Mittelthüringen - Windkraftgebiete WG-10 sowie WG-27 -

    Kirchheim, 31.03.2024

    Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit senden wir termingerecht unsere Stellungnahme zur Planung der Windkraft- Vorranggebiete.

    Die Nutzung von Solar- und Windenergie stellt einen Grundbaustein zur zukünftigen Sicherung der Versorgung mit elektrischer Energie und zur Erreichung der Klimaziele sowie der Senkung des CO2- Ausstoßes Deutschlands dar. Daher ist der Ausbau dieser Energieerzeugungsformen eine der wichtigsten Aufgaben in den kommenden Jahren. Die Bundesregierung hat entschieden, dass hierfür zwei Prozent der Landesfläche Deutschlands zur Nutzung auszuweisen sind. Auch in Thüringen wurden verschiedene Gebiete ausgewiesen und veröffentlicht. Es formieren sich viele Initiativen die versuchen, in ihrem Umfeld Windkraftanlagen zu verhindern und bedienen sich hierbei oft Argumenten, die einer wissenschaftlichen und sachlichen Prüfung nicht standhalten. Argumente wie die Erzeugung von Infraschall wurden bereits widerlegt. Auch dass Windenergie nicht speicherbar ist, ist nur ein vorgehaltenes Argument und dürfte in den kommenden Jahren durch Ausbau der Speicherinfrastruktur wegfallen. Zudem ergänzen sich Solar- und Windenergie im Jahresrhythmus. Während Solarenergie besonders im Sommer zu hohen Erträgen führt, ist dies bei der Windenergie ganzjährig der Fall. Jede Kilowattstunde aus Solar- und Windkraft hilft Deutschland zudem von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas und damit auch von politischen Zwängen unabhängig zu sein. Wir als Team der Volkssternwarte in Kirchheim stehen daher sowohl der Energiewende als solcher, aber auch dem Ausbau der Windkraft in Thüringen aufgeschlossen gegenüber. Dennoch haben wir massive Einwände gegen die Bebauung der Gebiete WG-10 und WG-27 um die Ortschaft Kirchheim und erachten andere Gebiete für wesentlich geeigneter. Die Volkssternwarte in Kirchheim, gegründet im Jahr 1977, blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurück. Sie hat sich in den vergangenen fast 50 Jahren zu einer der bedeutendsten Volkssternwarten in der DDR und nach der Wende im gesamten Bundesgebiet entwickelt. Schon in der DDR leistete sie einen großen Beitrag zur Volksbildung, indem Arbeitsgemeinschaften und öffentliche Beobachtungsabende durchgeführt wurden. Auch astronomische Sommerlager, in denen Jugendlichen während der Ferien Kenntnisse über das Universum sowie den Bau optischer Geräte vermittelt wurden, zählten zum Programm an der Volkssternwarte Kirchheim. An der Sternwarte befindet sich mit dem noch heute im Einsatz befindlichen 50cm Newtonfernrohr auf einer parallaktischen Zeiss VIII-Montierung eines der größten semiprofessionellen Teleskop der damaligen DDR. Dieses ist bis heute im Einsatz und wurde erst in diesem Jahr umgebaut, um auch den Anforderungen an die moderne astronomische Beobachtung gerecht zu werden. Mehr als 100 Tausend ehrenamtliche unentgeltliche Arbeitsstunden sind bis heute in den Auf- und Ausbau der Sternwarte geflossen. Allein der materielle Wert der Einrichtung mit ihren drei Observatorien, den zahlreichen Teleskopen mit bis zu 60 cm Öffnung, den hochempfindlichen Kameras und Spezialfiltern, dem Vortragsgebäude und der gesamten Infrastruktur beläuft sich auf mehrere Millionen Euro. Nach der Wende wurde durch Kooperation mit der Vereinigung der Sternfreunde (VdS), dem Dachverband der Amateur- und semiprofessionellen Astronomen in Deutschland, die Volkssternwarte Kirchheim zur „VdS-Sternwarte“, die es eben diesen Astronomen ermöglicht, ihre wissenschaftlichen Arbeiten an einem zentralen Ort in der Mitte Deutschlands durchzuführen. Seither wurden unzählige Veranstaltungen, Fachtagungen, Vorträge, Beobachtungen und Lehrgänge durchgeführt. Regelmäßige wöchentliche Beobachtungen des realen Sternhimmels mit seinen jahreszeitlichen Veränderungen sowie Sonderveranstaltungen zu besonderen astronomischen Ereignissen sind zum Standardprogramm der Sternwarte in Kirchheim geworden. Den realen Blick durch ein Teleskop kann kein Planetarium mit seinen Projektionen aus dem Computer ersetzen. Zu wissen, dass die Photonen, die in diesem Augenblick auf die eigene Netzhaut treffen vor Millionen oder gar Milliarden Jahren irgendwo im Universum ausgesendet wurden, ist beeindruckend und erfüllt mit Demut. Neben den regelmäßigen öffentlichen Beobachtungen wird an der Volkssternwarte Kirchheim aber auch ernsthafte Wissenschaft betrieben. In den vergangenen Jahren erfolgten zahlreiche Beobachtungen von Exoplaneten durch die die Astronomen in Kirchheim die Daten der Profis verifizierten, verfeinerten und zum besseren Verständnis physikalischer Prozesse im Universum beitrugen. Hierzu wurde in immer bessere, aber auch sehr teure Technik investiert. Inzwischen gehört einer unserer aktivsten Beobachter zu den führenden und anerkanntesten Personen, die weltweit das Verhalten variabler Sterne beobachten und messtechnisch erfassen. Er erhielt bereits mehrfach Preise für seine herausragende Arbeit. Um dem Bildungsauftrag gerecht zu werden organisiert die Sternwarte in Kirchheim seit Jahren Schülerarbeitsgemeinschaften und erfüllt so zumindest im Amt Wachsenburg das, was das Land Thüringen an astronomischer Bildung in den Schulen des Landes immer weiter zurückfährt. Bildung, insbesondere in den MINT-Fächern ist aber das, was in Zukunft über die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Vergleich entscheiden wird. Die Astronomie als die älteste Wissenschaft, die die Grundlagen für die Physik legte, hat hier einen hohen Stellenwert. Diese Beobachtungen setzen allerdings eine freie und ungestörte Beobachtung des Nachthimmels voraus. Die Lage der Volkssternwarte Kirchheim im Thüringer Becken ist hierbei vorteilhaft, da der Thüringer Wald oft Wolken, die aus der Hauptwetterlage vom Westen heranziehen, abhält. Gleichwohl verschlechtern sich die Bedingungen in den letzten 30 Jahren zunehmend durch Lichtverschmutzung, insbesondere in Richtung Westen durch das Gewerbegebiet Erfurter Kreuz, im Südwesten durch Arnstadt und im Norden durch die Lichtglocke von Erfurt. Leider verfügen all diese Orte über kein modernes Lichtkonzept und verschlimmern die Situation noch durch Installation von umweltschädlichen Weißlicht-LEDs in ihren Straßenlampen. Der Volkssternwarte Kirchheim bleibt somit nur noch der ungestörte Blick nach Süden und Osten erhalten, was die wissenschaftliche Arbeit zunehmend erschwert. Der Bau von Windkraftanlagen, insbesondere im Gebiet WG-27, weniger als 900 Meter südlich der Sternwarte, würde auch diese Beobachtungsmöglichkeiten entfallen lassen. Das wäre das Aus für die wissenschaftliche Arbeit an der Sternwarte. Sie würde als schützenswertes Kulturgut nach einem halben Jahrhundert erfolgreicher Arbeit ihre Attraktivität für Besucher verlieren, da die Beobachtung von Sonne, Mond und Planeten durch die rotierenden Flügel nachhaltig gestört bzw. unmöglich gemacht würde. Die Gemeinde Amt Wachsenburg investiert im Jahr 2024 weit über 150.000€ in den Bau eines neuen Observatoriums zur Beobachtung der Sonne und deren Aktivität. Auch diese Investitionen wären dann verloren. Da die Sonne im Winter mittags gerade einmal 16 Grad über dem Südhorizont steht, 280 m hohe Windräder in WG-10 aber die Sicht bis zu einer Höhe von ca. 20 Grad beeinträchtigen, ist eine Sonnenbeobachtung in diesen Zeiten kaum mehr möglich. Auch die Ekliptik, also die scheinbare Bahn der Sonne und der Planeten, läuft durch diesen Bereich, was die Beobachtungen tiefstehender Planeten massiv stört. Die Aufnahme der minimalen Helligkeitsschwankungen von nur wenigen Tausendstel Magnituden Veränderlicher Sterne erfordert hochempfindliche Kameras. Wanderte hier das Flügelrad einer Windkraftanlage durch das Bildfeld der Kamera, so wären dessen Reflexionen selbst einer in 5 km stehenden Straßenlaterne deutlich größer und würde die Messung unbrauchbar machen. Die Abstrahlung von Positionslichtern tut ein Übriges. Wir als Verein sprechen uns daher gegen eine Bebauung der Gebiete WG-10 und WG-27 mit Windkraftanlagen aus und schlagen eine Bebauung mit PV-Anlagen in Form von Agri-PV vor. Diese sind flach und stören den wissenschaftlichen Betrieb an der Sternwarte nicht. Wir als Verein und die Gemeinde Amt Wachsenburg investieren selbst in erneuerbare Energien, indem wir die Sternwarte mit einer eigenen Photovoltaikanlage mit Speicher ausstatten sowie die Heizung auf umweltfreundliche Wärmepumpen umstellen. Wir hoffen, mit unseren spezifischen Argumenten eine Änderung der Planung in diesem Bereich anzustoßen. Für die Sternwarte Kirchheim als schützenswertes Kulturgut beantragen wir eine windkraftfreie Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern, damit wir unsere erfolgreiche Arbeit fortsetzen können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Vorsitzender*

    Leider hat bis heute, nach über 2 Jahren, die Regionale Planungsgemeinschaft Mittelthüringen, nicht auf die obenstehende Stellungnahme, geantwortet!!

    *Hinweis der Redaktion: Personenbezogene Daten wurden aus dem Update entfernt

  • 01.07.2026
    Zusätzliche Belästigungen

    Zusätzlich zu den in der Petition benannten Belästigungen kommen noch hinzu:

    Das Dreieck Kirchheim-Rockhausen-Eischleben ist die Einflugschneise vom Rettungshubschrauber (Lärmbelästigungen) und die Einflugschneise vom Flugplatz Alkersleben (Lärmbelästigungen, Fallschirmspringer)!

  • 30.06.2026
    Unterschriftensammlung

    Ich bedanke mich für euer Interesse. Wenn ihr euch nicht anmelden/registrieren wollt (was ich sehr gut verstehen kann aber leider notwendig ist) druckt euch einfach das Unterschriftsformular als pdf (ganz unten auf dieser Seite der Petition) in A4 aus. Unterschreibt es und vielleicht noch Angehörige, Freunde, Kollegen usw.usw.

    Sendet es entweder persönlich an die im Unterschriftsformular stehende Adresse. Oder bitte einscannen und dann per Mail an unterschriftensammlung@gmx-topmail.de

    Ich bedanke mich für eure Hilfe.

  • 30.06.2026
    Statusänderung zu Mitzeichnen