Abschaffung der Besonderen Leistungsfeststellung (BLF) an Thüringer Gymnasien
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eingereicht von Steffen Kobrow
aus 06567 Bad Frankenhausen/Kyffhäuser - veröffentlicht am 25.08.2025
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Nutzer*in B78NMQ
schrieb am 18.09.2025 um 11:14 UhrIch kann dem Nutzer*in 0F406D nur zustimmen. Bei Versetzung in Klassenstufe 11 sollte dieser Abschluss anerkannt werden, so wie es in vielen anderen Bundesländer bereits gehandhabt wird. Bei dem derzeitigen Lehrermangel und dem ständigen Unterrichtsausfall in den Gymnasien, welcher bereits in den unteren Klassenstufen täglich Realität ist, würde die Abschaffung des BLF auch zu einer Entlastung der Lehrer führen die sich sodann der Vermittlung des eigentlichen Unterrichtsstoffes widmen könnten. Ich frage mich wie der permanente Unterrichtsausfall jemals kompensiert werden soll. Den Eltern werden gefühlt ständig mehr Aufgaben übertragen - ob es die erhebliche Nacharbeit von Lernstoff ist, da statt zu unterrichten zusätzliche Arbeitsblätter ausgegeben werden, die zu Hause bearbeitet werden sollen oder durch den ständigen Ausfall die Aufsicht für die Kinder auf die Eltern übergeht, da die Kinder sehr oft schon vor der Mittagszeit wieder Unterrichtende haben – dies ist für vollzeitarbeitende Eltern kaum noch zu leisten. Hier muss schnellstmöglich eine praktikable und an der Realität orientierte Lösung gefunden werden. Andere Bundesländer haben derartige Lösungen bereits gefunden und entsprechend umgesetzt.
Nutzer*in 0F406D
schrieb am 15.09.2025 um 17:59 UhrIch hoffe einfach, dass dieser Irrsinn BLF in Thüringen ein Ende findet oder zumindest die Bedingungen angepasst werden. Auch in Sachsen ist die BLF einfacher, nur 3 Fächer werden geprüft und die Zeit der Bearbeitung auch viel kürzer. Wie eine Klassenarbeit, die dann mit doppelter Gewichtung zu den anderen Noten des Schuljahres gezählt wird. So hat ein Schüler auch die Möglichkeit versetzt zu werden, wenn er sonst gut war im Laufe des Schuljahres und nur die Prüfungsarbeit verhauen hat. Bei uns in Thüringen ist das alles schwieriger. Man muss innerhalb der BLF- Fächern ausgleichen und kommt nur so weiter, wenn man ausgleichen kann. So kommt ein Schüler, wie es bei uns der Fall ist, mit einem Gesamtdurchschnitt von 2.7 nicht in Klasse 11. Andere Schüler haben vielleicht einen Durchschnitt von 4.0 oder schlechter und kommen weiter. Es ist einfach ungerecht. Warum kocht jeder sein eigenes Süppchen in diesem Land? Und dann ist es nicht mal ein "richtiger" Realschulabschluss. Sinnlos muss ein Schüler das gesamte Schuljahr und alle Fächer nochmal wiederholen, obwohl in den meisten Fächern gute Leistungen hat. Super Motivation. Am Ende kommt es wieder nur auf diese 4 Prüfungsfächer an. Fast alle Bundesländer bescheinigen einen Realschulabschluss mit dem Bestehen der 10.Klasse. So wäre es richtig. Ein Realschüler legt seine Prüfung am Ende der 10.Klasse ab, ein Gymnasiast eben am Ende der 12. Klasse, denn das ist ja das Ziel, wenn ich mich für ein Gymnasium entscheide, das Abiutur zu mChen. Gehe ich eher, dann sollte es der Realschulabschluss sein, der bescheinigt wird, ohne Prüfung. Das Unterrichtsniveau ist nun mal höher, wie auf einer Realschule. Wenn ein Schüler des Gymnasiums die 10. Klasse mit der BLF nicht schafft, dann hat er einen Hauptschulabschluss? Das kann ja wohl nicht sein. Er ist dann gleichgestellt mit einem Schüler, der nach der 9.Klasse die Realschule verlässt? Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ich kann nur nochmal dafür plädieren, Abschaffung der BLF in Thüringen !!!